Natürlich können sie Venyl hören!

Timothy Grossman, Geschäftsführer des Babylon, macht mal wieder mit einer famosen Geschäftsidee auf sich aufmerksam. Im Babylon werden grottige DVDs filmischer Meisterwerke an die Wand geworfen, und das Ganze den Zuschauern als cineastisches Erlebnis verkauft. Aber seit die Hitchcock-Retrospektive von billig-Datenträgern mit Wohnzimmertechnik in die gelben Zuschauerkammern gebeamt wird, beschweren sich täglich die Verprellten über die miserable Qualität der Vorstellungen.
Ganz wie es Grossmans tolpatschige Art ist, entschuldigt er sich aber nicht, sondern versucht auszuteilen:

Kino im 21 Jh. ist digital. Die Mechanik ist 20 Jh.!
(…)
Natürlich können Sie weiterhin Venyl hören.
Alle Hitchcock Filme laufen digital.
Timothy Grossman

(Zitat festgehalten von F.LM – Texte zum Film)
Offenbar kennt sich Grossman mit Kino und dessen Medien nicht besser aus als mit „Venyl“-Schallplatten. Von vielen der gezeigten Filme gibt es hervorragende Kopien, sowohl digitale, als auch 35mm Film. Aber DVDs aus der Videothek zu besorgen ist deutlich einfacher und billiger, als ernsthaft Kino zu betreiben. Schon seit der Übernahme des Babylons durch Hackel und Grossman wird im Babylon am falschen Ende gespart, um andererseits Unsummen für Unsinn aus dem Fenster zu werfen. Das gute Recht eines jeden schlechten Geschäftsmanns. Gesichert wird die Finanzierung des Babylon jedoch aus Steuergeldern, organisiert angeblich von alten Freunden Papa Grossmans, die seit Jahrzehnten einflussreiche Positionen im Ostberliner Kulturfilz besetzen sollen, so Mitglieder der Partei Die Linke hinter vorgehaltener Hand.
Wir sind gespannt auf den Versuch der Geschäftsführung das anstehende Chaplin-Festival unausgebuht über die Bühne zu bringen.

Diskussionen unter Fünf Filmfreunde und im Filmvorführer-Forum.

Die Pannen des letzten „Festivals“: (1), (2).

Berlin bleibt Rot…

…und das Babylon(zumindest unterhalb der chef-Etage) Schwarz-Rot! Am morgigen Freitag, dem 17. Juni wollen Neonazis in Mitte aufmarschieren. Antifa-Treffpunkt ab 17:30 ist der Rosa-Luxemburg-Platz.

Videokundgebung

Vorbereiter des klassemkämpferischen Blocks auf der Gewerkschaftsdemo am 1. Mai bereiten stimmen sich (und uns) mit Videokundgebungen ein:

Internationale Kämpfe im Betrieb und auf der Straße:
Mit Videoclips zu Streiks von Putzkräften in Frankreich, zu den Protesten gegen das Anti-Gewerkschaftsgesetz in Wisconsin, USA, zu den gewerkschaftlichen Massenprotesten in Ägypten, zu Arbeitskämpfen in China, zu Protesten gegen Leiharbeit in Bremen sowie den antifaschistischen Blockaden in Dresden. Außerdem Informationen zum 1. Mai.
Do | 21.04.2011 | 20:30 Uhr | Rathaus Neukölln

Der Kapitalverwertung im Stadtteil und am Arbeitsplatz Grenzen setzen:
In Redebeiträgen und Videos sollen Kämpfe im Stadttteil und im Job vorgestellt werden, mit denen der Kapitalverwertung Grenzen gesetzt werden.
Zum Abschluss zeigen wir den Fllm „Der große Aufwasch im Subunternehmen“ über den langen, erfolgreichen Kampf migrantischer Reinigungskräfte gegen die Hotelkette Accor in Frankreich.
Mi | 27.4 | 21.00 Uhr | Boxhagener Platz

Nachschlag?

Nur drei Tage nach der öffentlichen Kritik des Betriebsrats am Bruch des Haustarifs durch Andreas Köhn (Verdi) und Grossman / Hackel (Babylon Gmbh) durch versäumte Nachverhandlung verkündet Köhn einen „weiteren Schritt zur Angleichung an den Flächentarifvertrag“. Im Vergleich zum Flächentarifvertrag sind die angekündigten Verbesserungen der Nachtzuschlagregelung Peanuts. Solange der Vetrag nicht eingesehen wurde, sollten wir uns aber auch über diese minimale Verbesserung nicht zu früh freuen. Eine Information an Verdi-Mitglieder oder gar Beschäftigte blieb bisher aus, aber wenn man lange genug sucht, ist folgendes schon mal bei Verdi auszugraben: (mehr…)

Tariflüge

Pressemitteilung Betriebsrat Babylon Berlin Mitte
28. März 2010

Ein Jahr Haustarif im Babylon:

Weder Geschäftsführung noch Ver.di halten sich an den abgeschlossenen Tarifvertrag

Im Dezember 2009 schlossen Ver.di in Person von Andreas Köhn und Babylon-Geschäftsführer Timothy Grossman einen Tarifvertrag für das Berliner Traditionskino am Rosa-Luxemburg-Platz ab, der rot-rote Senat stellte für tarifliche Lohnerhöhung 30.000 Euro zur Verfügung.

Doch ohne Druckmittel und mangels einer Basis im Betrieb musste Ver.di eine stark abgespeckte Variante des Flächentarifvertrages unterschreiben. So wurden die Vergütungstabellen und beispielsweise die Anerkennung von Berufserfahrung vorerst ausgesetzt. Der Arbeitskampf, den Beschäftigte mit der Basisgewerkschaft FAU Berlin Monate zuvor begonnen hatten, sollte von Ver.di und Geschäftsleitung offenbar schnell befriedet werden. (mehr…)