Am vergangenen Sonnabend trat die britische Singer-Songwriter Legende Billy Bragg im Rahmen des Festivals Musik und Politik im Kino Babylon auf. Er ließ es sich nicht nehmen, sich mit dem Kampf der Babylon-Belegschaft zu solidarisieren und schob mit seinem Klassiker ”There is Power in a Union!” den passenden Song hinterher. Sehr zum Mißfallen von Timothy Grossman.
Zuvor hatten einige FAUistas das Publikum mit einem Flugblatt über die Situation im Babylon aufgeklärt.
Erstaunlich, dass diese Episode nicht in der ansonsten recht ausführlichen Konzertbesprechung im Neuen Deutschland Erwähnung fand. Mag es daran liegen, dass der Autor Thomas Grossman heißt?
Wir hatten auch eine Mail an Billy Bragg geschrieben, in der wir ihn über die Arbeitsbedingungen im Babylon informiert hatten.
Kam aber nichts zurück (nicht mal ein Autorespond wie bei Michel Moore).
Dachte schon, jetzt kann ich alle meine BB mp3s löschen und dass der auch so ein Hypocrite wie all die anderen Popfuzzies ist.
Heute aber die grosse Überraschung.
Viva la Billy Bragg and yes, there is Power in the FAU!
PS an das ND habe ich auch noch einen Leserbrief geschrieben.
Frank Klötgen schreibt im Tagesspiegel über Billy im Babylon:
„Im Babylon musste dann aber auch noch genug Zeit sein, den dort um gerechtere Löhne streikenden Mitarbeitern ein „There is power in a union“ zu widmen.“
Bravo! Solch ein Druck im „Babylon“ ohne die Veranstaltung selbst abzusagen, sondern sie viel mehr für Solidarität & publicity für en Arbeitskampf zu nutzen ist super!!!