Archiv für April 2009

Gesine Schwan im Babylon

Wem der erste Mai zu heiss wird kann sich um 17 Uhr mit Gesine Schwan ins schattige Babylon Mitte zurückziehen. Sicher besucht sie das Kino um sich vor Ort ein Bild vom vorherrschenden massiven Gefühl der Ungerechtigkeit zu machen. Sie wird nicht die einzige im Babylon Mitte sein die davon ausgeht,

dass in zwei bis drei Monaten die Wut der Menschen deutlich wachsen könnte.

Daß sie nur ins Babylon kommt, um Der Junker und der Kommunist zu kommentieren wie das Programm des Babylon radebrechend angibt, können wir uns nicht vorstellen.

1. Mai

Von früh bis spät wird morgen in Berlin für akzeptable Arbeitsbedingungen im Babylon Mitte demonstriert – unter anderem.

Frühaufsteher finden sich innerhalb der DGB-Demo zum klassenkämpferischen Block zusammen. Der DGB erwartet 20000 Teilnehmer, die intervenierenden Klassenkämpfer fordern: Schluss mit dem Schmusekurs.
Arbeit für alle. Bei fairem Lohn. 9.00 Uhr Wittenberger Platz.

Die Spassfraktion reiht sich auf der Mayday Parade vielleicht gleich bei der Hedonistischen Internationale ein; aber auch die FAU ist auf dem Mayday vertreten, der seit einigen Jahren vielerorts in ganz Europa dem 1. Mai neuen Ausdruck verleiht.
KRISE? MAYDAY! 13.30 Uhr Unter den Linden / Bebelplatz

Für Erlebnisorientierte startet am frühen Abend die Revolutionäre 1. Mai Demo. Mobilisiert wird mit Carpenters „They Live“.
Kapitalismus ist Krise und Krieg – Für die soziale Revolution. 18.00 Uhr Kottbusser Tor

Frei Luft Kino

Auch so kann Kino aussehen:

Hermannplatz (Neukölln): Mayday Video-Film-In
Öffentliche Videoveranstaltung mit Diskussion zu Streiks und Sozialprotesten. Davor, danach, dazwischen Musik von Disco Critique (Bouncy Beats & Rave_olution). Eintritt frei.

aus Stressi

Angekündigt werden auch Filme, die die Arbeitsbedingungen in Berliner Kinos beleuchten!

Sendepause

Prekba gönnte sich einen guten Monat Sendepause. Die ist nun vorüber. In den vergangenen Wochen hat sich einiges getan, die Geschäftsführung des Babylon ging auf unterschiedlichen Wegen erfolglos gegen die Berichterstattung über die Zustände im Babylon Mitte bei Freundeskreis Videoclips und Analyse, Kritik & Aktion vor. Erfolgreicher war der Versuch einen Gewerkschafter loszuwerden: hunderte Protestmails und Unterschriften auf der Solidaritätserklärung konnten die Geschäftsführung nicht dazu bewegen dem nur Tage vor Einsetzen des gesetzlichen Kündigungsschutzes gefeuerten Mitarbeiter ein Angebot zu unterbreiten.
Die breite Unterstützung durch ehemalige Veranstalter und Kooperationspartner des Babylon Mitte, durch Film- Kultur- und Kinoschaffende und Freundinnen und Freunde des Babylons beflügelt aber weiterhin die um bessere Arbeitsbedingungen streitenden Mitarbeiter, die sich die Verhältnisse im Kino auch anders vorstellen können.