Archiv für Juni 2009

Gostenhof rulez!

Wir freuen uns, daß beim Nürnberger Kulturfestival Gostenhof RuleZ! auch folgender Film präsentiert wird (ihr kennt ihn vielleicht, war auch hier schon zu sehen):

Artikel zur gestrigen Kundgebung

Auf indymedia erschienen:

Vertreter der Gewerkschaft, der organisierten Angestellten und gefeuerte Gewerkschafter kamen zu Wort und kritisierten die Verhältnisse im Babylon wie die Blockadehaltung der Geschäftsführung, deren halbkommunaler Betrieb vom Berliner Senat jahrlich mit hunderttausenden Euro mitfinanziert wird. Die Beiträge richteten sich gegen die schlechte Bezahlung und die Prozesswut der Geschäftsführung die für Verfahren gegen Kritiker offenbar mehr Geld übrig hat als für die Bezahlung der Angestellten. Auch Grußadressen wie die von Schauspielerin Ursula Werner erreichten die Kundgebung, die von Revolutionsmusik von Geigerzähler unterstützt wurde.

FAU-Interview auf Radio F.R.E.I., Erfurt

Radio F.R.E.I. sprach mit Lars Röhm von der FAU Berlin.

Flucht nach vorn

Als vor wenigen Tagen Timothy Grossman und Tobias Hackel ihren Beschäftigten durch Theaterleiter Jens Mikat mitteilen ließen, die Gewerkschaft FAU habe sich laut Verfassungsschutzbericht am G8-Protesten und beim Streik in Nordhausen engagiert, war die Verwunderung groß. Denn das Schreiben war nicht als Aufruf zum Gewerkschaftseintritt gemeint, sondern als Warnung. Ein alberner Versuch ein oder zwei Mitarbeiter zum Zweifeln zu bringen, der auf Kosten des Betriebs gehen könnte, so die einhellige Meinung. Denn Publikum, Veranstalter und Unterstützer des Babylon Mitte gehören zum grossen Teil einem linksalternativen Klientel an, mit dem es sich die Geschäftsführung nicht verscherzen sollte.
Genau das scheint Timothy Grossman aber vor zu haben. In der heutigen jungen Welt erklärt Grossman:

»Die FAU ist nicht tariffähig, weil sie vom Verfassungsschutz beobachtet wird«

Diese nicht nur angesichts der Geldgeber aus der Linken (die im Verfassungschutzbericht doch noch etwas mehr Raum einnimmt als die FAU) absurde Argumentation nimmt die schon von Kunden geforderte Konsumentenpolitik vorweg: Jeder Boykottaufruf kann nur ins leere laufen, wenn sowieso kein Gast mehr kommt.

Konsumentenpolitik

Helmut Höge, taz-Kolumnist und Aushilfshausmeister berichtet:

Der FAU sei in diesem Fall auch noch zu einer Konsumentenpolitik geraten, d.h. zu einer Boykottdrohung durch Kinobesucher und auch Filmverleihfirmen sowie Veranstaltern, meint ein Babylon-Kino-Besucher, der mit den Forderungen der Belegschaft solidarisch ist. Bei den letzteren denkt er u.a. an den Veranstalter des zunehmend erfolgreicheren polnischen Filmfestivals – Kornel Miglus.