Dienst ist Dienst…

Für den heutigen Montag lud vergangenen Donnerstag Theaterleiter Jens Mikat „herzlich“ zu einer Dienstversammlung ein. Zu besprechen gibt es genug, kommunizieren doch Geschäfts- und die Theaterleitung meist lieber schriftlich (Mitarbeiter feuern ist einfacher als mit ihnen zu reden).
Selbstverständlich möchten die herzlich Eingeladenen auch gerne wissen, worum es geht, und wie lange das Treffen dauern könnte – dass die Dienstversammlung Arbeitszeit ist, ist den Eingeladenen klar.
So bittet der Betriebsrat um die fehlenden Informationen – Eine Frechheit! Die Dienstversammlung wird noch am gleichen Tag abgesagt, ein Betriebsratsmitglied persönlich dafür verantwortlich gemacht. Die Begründung: Die Fragen bezüglich der Dauer, der Teilnahmepflicht, der Bezahlung und der Themen der Dienstversammlung machen die Sache zu kompliziert und anstrengend.
Bleibt zu hoffen, dass Geschäfts- und Theaterleitung sich bei der zeitgleich zur geplanten Diensversammlung stattfindenden Einweihung der neu aufgestellten Bierbänke vor dem Studiokino von den für sie offenbar zu komplizierten und anstrengenden Tätigkeiten gut erholen. Zur „Einweihung“ wurde gleichzeitig mit der Absage der Dienstversammlung eingeladen.


3 Antworten auf “Dienst ist Dienst…”


  1. 1 Beerd'Anker 16. Juni 2009 um 23:26 Uhr

    Kann man daraus ableiten, dass ein Anstandsbierchen doch kein verfolgbares Arbeitsdelikt darstellen würde? Natürlich nur auf der Bierbank genossen… oder Aklagebank? Oder soll man den einen oder anderen gleich in die Forensik einweisen? Dann würden sich solche Fragen erübrigen.

  1. 1 Babylon Berlin – Ignoranz, Forensik & Verfassungsschutz « Analyse, Kritik & Aktion Pingback am 18. Juni 2009 um 18:26 Uhr
  2. 2 Auch Absagen motivieren « prekba – prekäres babylon Pingback am 02. Juli 2009 um 22:58 Uhr
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