Prüfungsangst und Rechenschaft

Am 17. Juni (!) ließen die Geschäftsleiter Hackel und Grossman durch Theaterleiter Jens Mikat den Beschäftigten des Babylon Mitte mitteilen wie ungemein gefährlich die gewerkschaftlich organisierten Kollegen sind, und sie erklärten abschließend:

„Wir stehen jederzeit für weitere Auskünfte zur Verfügung.“

Falsch. Nicht einmal auf Einladung im betriebsverfassungsrechtlichen Rahmen sind die Geschäftsführer bereit über irgendetwas Auskunft zu geben, geschweige denn

„über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Betriebs“

wie gesetzlich vorgeschrieben. Es wäre wohl auch zu peinlich vor versammelter Belegschaft und Gewerkschaft erläutern zu müssen wie viel Geld im letzten Jahr (oft erfolglos) im Rechtsstreit gegen Mitarbeiter oder Geschäftspartner zum Fenster hinaus geworfen wurde. Die Beschäftigten wagen kaum über die Konsequenzen für den Betrieb zu spekulieren, wären Fördergelder des kommunalen Kinos hierfür verbraten worden. Grossman und Hackel hätten hier zumindest Klarheit schaffen können, doch am 24. 6. ließ die Geschäftsleitung mitteilen sie habe besseres zu tun als die Betriebsversammlung am 29. Juni zu besuchen.


2 Antworten auf “Prüfungsangst und Rechenschaft”


  1. 1 Auch Absagen motivieren « prekba – prekäres babylon Pingback am 25. Juni 2009 um 13:21 Uhr
  2. 2 Der Kampf um Babylon ist international « Analyse, Kritik & Aktion Pingback am 04. Juli 2009 um 11:20 Uhr
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