Mit Händen und Füßen

Mit allen Mitteln versucht die Geschäftsführung des Babylon Mitte gegen die eigenen Beschäftigten vorzugehen. War die FAU, die Gewerkschaft die der Geschäftsleitung kürzlich einen Haustarifvertrag vorlegte bislang Ziel der Angriffe, konzentrieren sich die Geschäftsleiter Timothy Grossman und Tobias Hackel mit Hilfe des Theaterleiters Jens Mikat mit ihrem neuesten Streich auf den Betriebsrat:
Den Anfang machte Theaterleiter Mikat bei der Betriebsversammlung am vergangenen Montag, auf der er vorgab in ein und derselben Sache durchaus vor Gericht den Arbeitgeber zu vertreten, in der Bertiebsversammlung aber ausschließlich als Arbeitnehmer aufzutreten (In dem laufenden Verfahren geht es um verletzte Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats, eine Einigungsvorschlag schlug Mikat als Vertreter der Geschäftsleitung aus). Nachdem sein Versuch scheiterte, den Betriebsrat mit der Vernachlässigung seiner Mitbestimmungsrechte zu beauftragen, legte nun die offfizielle Geschäftsleitung nach:
Zwei Beschäftigte der Babylon GmbH werden, so die Ankündigung der Geschäftsleitung, ihre bisherige Funktion im Babylon auch weiterhin ausführen, sind aber ab sofort bei der K&K GmbH beschäftigt, die praktischerweise auch von Grossman und Hackel betrieben wird und unter der Adresse der Babylon Verwaltung firmiert. Durch diese Maßnahme hoffen die beiden die Beschäftigtenanzahl auf weniger als 20 zu reduzieren, eine Grenze, ab der der Betriebsrat entscheidende Mitbestimmungsrechte verliert. Ob sich hier wieder ein kostenintensives juristisches Nachspiel ankündigt bleibt zu prüfen.
Viele Mitarbeiter fühlen sich mehr und mehr um ihre Rechte gebracht.


7 Antworten auf “Mit Händen und Füßen”


  1. 1 hasilein 02. Juli 2009 um 13:50 Uhr

    Das sind ja echte LIDL Tricks – die der „Linke“ Herr Grosmann (der ja dann doch nur „ablinkt“) da zum Einsatz bringt.

    Ich habe mal in meinen alten Unterlagen rumgewühlt und das schicke Konzept des Herrn Grossmann & Hackl gefunden – mit dem sie sich um das Babylon beworben haben – und alle anderen Bewerber mit der „Gutsherrlichen Förderung“ des Hr. Ex-Kultursenators Flierl rausgekickt hat.

    Interessant ist – dass in der Kalkulation des Konzepts – die Aushilfskräfte mit 7,50 7.00€ € pro Stunde eingesetzt sind und der Vorführer für 40 Stunden Vollzeit 1500,. € bekommen sollte.

    Auch hatte er dem Senat versprochen die Angestellten des Babylons mitzuübernehmen. Die sind dann auch alle rausgeschmissemn worden, wobei ja auch noch fette Abfindungen fällig waren – die der „Senat“?? bezahlte.

  2. 2 Syndikalist 03. Juli 2009 um 13:33 Uhr

    Na, das ist doch ne weitere Argumentation gegen die feinen Herren Grossmann und Hackl. Die haben ihr Wort nicht gehalten.

  3. 3 Irene 05. Juli 2009 um 6:35 Uhr

    Habt ihr nicht vielleucht eine Handynummer der Geschäftsführer? Bei den Festnetz- und der Faxnnummer des Kinos laufen offensichtlich die Drähte heiss. Faxen geht gar nicht mehr, weil das Fax offenbar abgestellt ist. Und bei der Telefonnummer des Kino ist entweder besetzt oder niemand geht ans Telefon. Wie kann man denn sonst noch seinen Ärger über die Ausbeuter im Babylon loswerden, außer alle Freundinnen zu bitten, das Kino nicht mehr zu besuchen, bis die Forderungen der Belegschaft erfüllt wurden. Das verstehen übrigens die meisten aus meinem Bekanntenkreis und halten sich auch dran. Wir werden uns das Babylon nur noch von außen ansehen und zwar dann, wenn die nächste Kundgebung läuft.

  4. 4 trudi66 05. Juli 2009 um 10:25 Uhr

    Unglaublich, das ganze. Wann hat das turbokapitalitische Gebärden der Geschäftsführeer endlich politische Konsequenzen? Inzwischen bin ich für einen Boykottaufruf gegen das Babylon Mitte Kino!

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