Babylon down

Am Wochenende erklärte uns das Kommitee Solidarität mit Emmely: „Euer Kampf ist auch unserer Kampf“. Wir danken und werfen einen Blick auf Emmely, die von Kaiser’s gefeuert wurde, nachdem sie sich aktiv an Streiks beteiligt hatte (Vorwand war der Verdacht auf Unterschlagung von 1,30 Euro). Daß dies in Deutschland juristisch möglich ist, empörte nicht nur Basisgewerkschafter und Einzelhandelsangestellte. In der Folge mauserte sich Kaiser’s zum markenstrategischen Sorgenkind, wie die Wirtschaftswoche schreibt. Denn nicht nur in der Hochphase der Kampagne wurde Kaiser’s bei der Kundschaft unbeliebt:

Zwar haben sich die Imagewerte in den Wochen nach Verkündung des Urteils zunächst wieder erholt, allerdings bewegen sie sich mit derzeit minus 11 BrandIndex-Punkten unter dem Niveau, das in den Monaten zuvor erreicht wurde.

eine besonders wichtige Rolle bei der Eindämmung von Imageschäden spricht die WiWo dabei dem Internet zu:

Der Fall Kaiser’s ist nicht zuletzt ein Beleg dafür, wie schnell und effizient Unternehmen heute reagieren müssen, um nach derartigen Diskussionen langfristigen Schaden von einer Marke abzuwenden. Als besondere Herausforderung erweist sich hierbei das Internet: Immer mehr Verbraucher tauschen sich dort über Unternehmen und Marken aus und beeinflussen so die Kommunikationsstrategie der Anbieter immer stärker.

Auch hier geht das Management des Babylon Mitte seinen ganz und gar eigenen Weg: www.babylonberlin.de ist derzeit ohne Ankündigung offline.