Schuld am Rausschmiss: Betriebsrat

Zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen haben die Geschäftsführer Timothy Grossman und Tobias Hackel einen befristeten Arbeitsvertrag im Babylon Mitte nicht verlängert. Erklärt wurde das erneut nicht etwa mit rückläufigen Besucherzahlen, fehlendem Geld oder Beteiligung an „illegalen“ Betriebsversammlungen, nein der Betriebsrat sei daran Schuld, daß man sich leider vom Mitarbeiter trennen müsse. Da der Betriebsrat seine Rechte wahrnimmt und dies nicht immer im Einklang mit der Geschäftsführung, muss der Betriebsrat weg – oder zumindest seine Mitbestimmungsrechte. Viele dieser Rechte sind an eine Mitarbeiterzahl von in der Regel mehr als 2o gebunden. Damit der Betriebsrat diese „hinderlichen“ Rechte einbüßt, verlieren im halbkommunalen Kino Babylon Mitte die Beschäftigten ihre Arbeit, oder werden zum Schein in Grossmanns und Hackels „Zweitfirma“ ausgegliedert, und dann von dieser „zurückgeliehen“.
Schon kurz nach der erstmaligen Wahl eines Betriebsrats im November 2008 sahen sich die drei Mitglieder mit dubioser Versetzung in den Keller, unsauberer Kündigung und anderen Maßnahmen ausgesetzt, die von Kritikern als unerlaubte Maßregelung eingeschätzt werden.


2 Antworten auf “Schuld am Rausschmiss: Betriebsrat”


  1. 1 boykott gegen das babylon mitte « im*moment*vorbei Pingback am 28. Juli 2009 um 13:35 Uhr
  2. 2 EASY COME, EASY GO oder Die Sieben Klagen « prekba – prekäres babylon Pingback am 13. November 2009 um 21:58 Uhr
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