Security gegen Wobblies bei Wobblies-Vortrag

Eine skurrile Veranstaltung war das, die am Mittwoch im Babylon stattfand: Victor Grossman, Vater des Geschäftsführers, sprach über »Die Wobblies der USA und den Anarchosyndikalismus«, über wie es in der Ankündigung hieß, »eine Gewerkschaft, die Neues versprach: kämpferisch, nicht kompromißlerisch sollte sie sein, alle ArbeiterInnen waren willkommen, Einwanderer wie „Altamerikaner“, Facharbeiter wie Ungelernte, Frauen wie Männer, Schwarze und Asiatische wie Weisse. Sie wollten durch „eine große Gewerkschaft“ den Kapitalismus abschaffen.« Eine Gewerkschaft, die es im Übrigen auch heute noch gibt, die äußerst eng mit der FAU zusammenarbeitet (z.B. beim globalen Aktionstag gegen Starbucks) und die sich auch schon am Protest gegen das Kino Babylon Mitte beteiligt hat.

Auf wen das noch nicht skurril genug wirkt, dem sei versichert: Während Vater Grossman drinnen seinen Vortrag über diese kämpferische Gewerkschaft hielt, stand Sohn und Geschäftsführer Victor Grossman mit zwei muskelbepackten Securities am Einlass, führte Taschenkontrollen durch und verteilte gegen einzelne Wobblies Hausverbote. Ein vorab zugesagter Infotisch der Wobblies durfte nicht aufgebaut werden, stattdessen „gestattete“ es der Geschäftsführer Bücher und Brochüren vorm Babylon auf dem Gehweg auszulegen.

Geschäftsführer Grossman schützt sich vor Wobblies
Geschäftsführer Timothy Grosman schützt sich mit Security.

Taschenkontrolle im Babylon
Taschenkontrolle im Babylon.

Ob die beiden »Kollegen« von der Security auch mit 5,50 € die Stunde entlohnt wurden?