Archiv für September 2009

Make Capitalism History

Die Linke.SDS lädt von 2. – 4. Oktober zum MCH Kongress. Besonders interessant:
- „Ohnmacht oder Macht der Gewerkschaften?“ Samstag ab 10 Uhr.
- „Links und libertär?“ mit Klaus Lederer. Wer sich nochmal mit Klaus u.a. zur Frage auseinandersetzen will, weshalb gerade die Partei die Linke so große Probleme mit dem aufrechten Gang hat, sehe sich vorher mal seinen Aufsatz in den Blättern an. wwalkie kommentiert:

Eine Linke, die dafür kämpft, dass man sich in einem Betrieb mit dem Gütesiegel „Wir sind nicht sexistisch“ … ausbeuten lassen muss. Das hat doch was!

- „Praxis macht politisch klug – Zum Spannungsfeld von politischer Apathie, Bewegung und Organisation“ mit Raul Zelik am Samstag ab 20 Uhr.
- „Organizing und Kampagnen“ am Sonntag ab 10 Uhr.

Wer nicht hin kann: das Herbstradio wird berichten.

auf eigene Faust

Das Forum Betrieb, Gewerkschaft und Soziale Bewegung veranstaltet am kommenden Wochenende Diskussionen und Workshops zum Thema „Arbeitskampf auf eigene Faust – 40 Jahre Septemberstreiks“. Auch die DKP, die ansonsten gerne auch im Babylon feiert, ruft zur Veranstaltung in der ver.di Mediengalerie auf. Auf ver.di Prominenz wird man dort wohl vergeblich hoffen, interessante Diskussionen zu zeitgenössischen Arbeitskämpfen könnten sich trotzdem ergeben.
(Höchst-)Spekulative Anmerkungen zur DKP und dem früheren IG Medien Funktionär und heutigen Ver.di Vizebezirksvorsitzenden finden sich in den Kommentaren unter dem Artikel Ver.dis Intervention im Babylon.

Tarifkonflikt im Babylon Mitte wird zum Politikum

Pressemitteilung der FAU Berlin
Berlin, den 26. September 2009

Tarifkonflikt im Babylon Mitte wird zum Politikum

Gestern protestierte die FAU Berlin vor dem Kino Babylon Mitte anlässlich der von der Linkspartei veranstalteten „Linken Kinonacht“. Die FAU Berlin wollte damit ihre Kritik an dem Umgang der Linkspartei mit dem Konflikt um einen Haustarifvertrag im Babylon Mitte zum Ausdruck bringen.

Die Linkspartei gab dabei erstmals offiziell bekannt, dass die Verhandlungen zwischen der Babylon-Geschäftsführung und ver.di durch ihre Vermittlung zustande gekommen sind. Damit wurde die Vermutung der FAU Berlin bestätigt, dass die ver.di-Intervention politisch eingefädelt sei. Ver.di-Verhandlungsführer Andreas Köhn hatte dies bisher nicht bestätigen wollen und lediglich angeführt, ver.di wäre aus eigenem Antrieb, durch Aufforderung eines Mitgliedes im Betrieb tarifpolitisch aktiv geworden.
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Infoveranstaltung zur Situation im Kino Babylon Mitte

Kommenden Donnerstag, 1. Oktober [20 Uhr]

Seit Monaten kämpfen die Beschäftigten des Kino Babylon Mitte für bessere Löhne und gegen prekäre Arbeitsbedingungen. Durch den Druck, der aufgebaut wurde, scheint nun Bewegung in die Sache zu kommen. Der Geschäftsführung ist klar geworden, dass sie sich nicht länger gegen Verbesserungen sperren kann. Anstatt allerdings auf die Forderungen der Belegschaft einzugehen und mit der arbeitskampfführenden Gewerkschaft FAU in Verhandlungen zu treten, wurden Tarifverhandlungen mit ver.di angekündigt. Nach einem kurzen Film über den Arbeitskampf werden Beschäftigte des Kinos und Mitglieder der FAU den aktuellen Stand kurz referieren und für Fragen zur Verfügung stehen.
Hier gibt es einen Flyer zum ausdrucken und kopieren als Download.

Veranstaltungsort: BAIZ (Christinenstr. 1 / Ecke Torstr., U Rosa-Luxemburg-Platz oder Rosenthaler Platz)

Stören erlaubt

Laut Bundesarbeitsgericht ist das Stören von Betriebsabläufen auch Betriebsfremden erlaubt, wenn sich der gestörte Betrieb im Arbeitskampf befindet und eine Gewerkschaft z.B. zu einem Flashmob aufgerufen hat:

„Ein solcher Eingriff kann aber aus Gründen des Arbeitskampfes gerechtfertigt sein. Gewerkschaftliche Maßnahmen, die zur Durchsetzung tariflicher Ziele auf eine Störung betrieblicher Abläufe gerichtet sind, unterfallen der durch Art. 9 Abs. 3 Grundgesetz gewährleisteten Betätigungsfreiheit der Gewerkschaften. Zu dieser gehört die Wahl der Arbeitskampfmittel“
(Urteilsbegründung, Az: 1 AZR 972/08)

Laut Gericht kann eine Geschäftsführung die Störung beseitigen, in dem sie z. B. den Betrieb dicht macht.

Gutes Beispiel (mehr Videos bei KanalB):