Die Sweetheart Deals der Genossen der Bosse

Danke, Drehbuchautor Christian Jeltsch für Sätze wie diesen

Es bleibt die Frage in welchem Zustand eine Gewerkschaft ist, in der ein solcher Skandal in der Öffentlichkeit eskalieren kann.
Der gestrige Tatort kam ganz ohne Mord und Totschlag aus und wurde trotzdem nur selten langweilig: Ein Gewerkschaftsfunktionär, der mit der Arbeitgeberseite besser zurecht kommt als mit den Genossen Kollegen, denen er dabei noch einreden kann der Zweck, das grosse gute Ziel, heilige am Ende doch Skrupellosigkeit und Machtkalkül – sowas gibts doch nur im Film?

Protect the union members from the union bosses – these guys are so arrogant!

Das ist der Kommentar von Aktivist und Funktionär Sal Roselli zum Thema, der seine leitende Funktion innerhalb der Gewerkschaft SEIU aufgab, um eine neue basisdemokratischere Gewerkschaft zu organisieren, die sich nicht mehr über die Interessen der eigenen Mitglieder hinwegsetzt. Roselli war auf Tour in Deutschland (und Berlin) und berichtete von Gewerkschaftsbonzen in den USA, die die eigenen Mitglieder als Eigentum betrachten:

We are doing anything we can to prevent you from stealing our property!

so zitierte Sal seine Ex-Kollegen von der Monopolgewerkschaft. Sie konnten nicht verhindern, dass die basisnähere NUHW wächst und gedeiht.


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