Babylon: „Schäbig“ und „ungerecht“

Der Versuch des Senats, sich mit 30000 Euro etwas mehr Ruhe im Babylon zu kaufen, könnte fehlschlagen:
Vor wenigen Tagen wurde beschlossen dem Babylon zusätzlich zu den mehr als 300.000 Euro Fördermitteln weitere 30.000 Euro zweckgebunden für Tariflöhne hinterherzuschieben. Zunächst eine gute Nachricht für die Beschäftigten, die seit einem Jahr bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen versuchen.
Doch den Tarifvertrag durch Steuergelder zu finanzieren wäre vielleicht nicht einmal nötig gewesen, so Babylonmitarbeiter. Denn alles was viel Geld abwirft, wie das lukrative Catering im Babylon oder die Openair Veranstaltungen mit mehreren 1000 Plätzen werden von der Parallelfirma K&K ausgerichtet, die, so auch die Meinung des Betriebsrats des Babylon, mit der Neuen Babylon GmbH quasi identisch ist. Die beiden über dem Babylon ansässigen GmbHs der Herren Hackel und Grossmann, K&K und Neue Babylon, bringen also wesentlich mehr Geld ins Haus, als zugegeben wird. In der kommenden Woche steht zu dieser Frage eine gerichtliche Entscheidung an.
Dass im Babylon nicht alles mit rechten Dingen zugeht wird mittlerweile auch aus den Reihen der Linksfraktion im Senat zugegeben; Mitbewerber nennen das Verhalten von Grossmann und Hackel schäbig. (Zum entsprechenden Artikel in der taz)