Verdi macht sich unbeliebt an den europäischen Filmsets. Imago, der Dachverband 37 europäischer Kameraverbände ist entsetzt über den Vorstoß Verdis am Set Arbeitszeiten von 13 Stunden zu erlauben:
Keine Ahnung hat offenbar „diese deutsche Gewerkschaft“ von den Arbeitsbedingungen die sie festlegen will, so Nigel Walters (BSC), der die Kritik des Bundesverbandes der Filmschaffenden teilt:
Verdi ist ohne Frage eine Dienstleistungsgewerkschaft…
… für die Bosse!
So wie ich den Artikel, auf den du verweist, verstanden habe, geht es darum, keine Arbeitszeitregelung festzuschreiben und Absprachen wie bislang auch am Set zu treffen.
Im §3 ArbZG sind übrigens längstens 8 bzw. 10h/Tag festgehalten.
Eher geht es in den beiden Artikeln darum (und darum sollte es auch einer Gewerkschaft gehen), Arbeitszeitregelungen festzulegen die von den Betroffenen nicht als unverantwortlich und potentiell kriminell (IMAGO über den Verdi-Tarif) oder als legitimierung eklatanter Verletzungen des Areitszeitgesetzes (Bundesvereinigung „die filmschaffenden“ über den Verdi-Tarif) aufgefasst werden.