Archiv für Februar 2010

Volles Haus

Demonstration am 20. Feb. 2010 (Foto: O.Wolters)Gut gefüllt wäre das Babylon gewesen, hätten sich die 600 bis 700 Besucherinnen und Besucher vom vergangenen Samstag Karten gekauft. Aber sie blieben lieber draussen, nachdem sie vom Potsdamer Platz zum Babylon gezogen waren um gegen das von den rot-rot-finanzierten Babylongeschäftsführern Hackel und Grossman angestrengte de-facto Verbot der FAU Berlin zu protestieren. Fotos gibt es hier und hier. Pressemitteilung der FAU. Berichte finden sich in der jungen Welt, der Jungle World und auf indymedia.

prekba in den Charts

Zwar haben wir keinen Goldenen Bären gewonnen, aber immerhin auf Platz 34 der Hauptstadt-Blogcharts haben wir es geschaft. Schlecht für Grossman, mag er doch keine allzu kritische Öffentlichkeit.

»kleine, schlagkräftige Truppe«

Eine interessante juristische Vorlesung gab es am vergangenen Dienstag am Landesarbeitsgericht Berlin. Thema: Koalitionsfreiheit heißt nicht Koalitionsfreiheit. Denn trotz „erstaunlich viel Verständnis und Empathie für die Anarchosyndikalisten“, wie Jörn Böwe in der jungen Welt schrieb, kam der Vorsitzende Richter Rancke nicht umhin, klar zu stellen, dass kleine kämpferische Gewerkschaften in der deutschen Rechtsprechung nicht vorgesehen seien und bestätigte letztlich die Einstweilige Verfügung, die es der FAU Berlin untersagt, zum Boykott des Kino Babylon Mitte aufzurufen. Siehe hierzu auch die Presseerklärung der FAU Berlin.
Diese juristischen Verrenkungen leuchten aber zum Glück nicht allen ein. So hat sich unlängst ein Solidaritätskomitee für gewerkschaftliche Freiheit gegründet. Gewerkschafter, Bürgerrechtler und Wissenschaftler rufen hier zur Solidarität auf. »Es ist auch ein Appell an die Mitglieder und Funktionäre der DGB-Gewerkschaften, die auch aus Eigeninteresse diese Forderungen unterstützen sollten«, wie Jochen Gester vom Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall dem Neuen Deutschland anvertraute.
Und auch an der Berlinale ging dieses Urteil nicht spurlos vorbei. So rieselten noch am selben Tag bei der Independent Film Party hunderte von Flyern auf die tanzende Kinobranche nieder, just als Superpunk „Babylon forever“ anstimmte.
Die Demo am Samstag läßt also auf eine bunte Mischung von Cineasten, Gewerkschaftslinken, Professoren, Prekären, Antifas, Bürgerrechtlern und vielen mehr hoffen.

Gewerkschaftsfreiheit verteidigen!

Am kommenden Samstag, dem 20. Februar demonstrieren FAU und ihre Unterstützer erneut für Gewerkschaftsfreiheit. Am 19. Dezember gab es eine erste Demonstration aus gleichem Anlass, damals entstand folgender Clip:

Keiner hat uns lieb – 3sat auch nicht

Mit Grossman und Hackel kommt kaum einer aus. Nicht nur die meisten der Beschäftigten haben nur ungern und gezwungener Maßen mit den Flierl-Günstlingen zu tun: (mehr…)