Aus dem linken Blätterwald

Sowohl die Graswurzelrevolution wie auch die Soz – Sozialistische Zeitung widmen in ihren aktuellen Ausgaben längere Artikel dem Fall Babylon. Heißt es bei der Graswurzelrevolution „Kampf ums BABYLON“, titelt die Soz „FAU de facto verboten“. Letzterer ist in einer Langfassung auch auf Labournet zu finden.


1 Antwort auf “Aus dem linken Blätterwald”


  1. 1 Camillo Berneri 10. Februar 2010 um 11:26 Uhr

    Die linke schweizer Wochenzeitung WOZ (http://www.woz.ch) hat auch einen kurzen Bericht gebracht. Da er online nicht verfügbar und relativ kurz ist, hab ich ihn abgetippt:

    „DEUTSCHLAND
    Kino vs. Anarchos

    Die anarcho-syndikalistische Freie Arbeiterunion (FAU) kämpft seit Dezember gegen eine gerichtliche Verfügung, die ihr das Recht abspricht, sich Gewerkschaft zu nennen. Anlass des Entscheids war ein Arbeitskampf im staatlich geförderten Berliner Kino Babylon. Die Kinobeschäftigten haben höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen gefordert. Ein Teil von ihnen schloss sich der FAU an, die sie bei ihrem Arbeitskampf unterstützte. Die Geschäftsleitung weigerte sich jedoch, mit der FAU zu verhandeln. Nachdem die FAU zu einem Boykott des Kinos aufrief, gingen die Kinobetreiber vor Gericht und liessen der 1933 von den Nazis zerschlagenen und 1979 wiedergegründeten Organisation nicht nur den Boykottaufruf verbieten, sondern auch per Strafandrohung untersagen, sich in Berlin als Gewerkschaft zu bezeichnen. Der Prozess gegen die FAU geht am 16. Februar in die zweite Runde. Für vergangene Woche hatte die international vernetzte Gewerkschaft schon einmal zu Unterstützungsaktionen aufgerufen. Solidaritätsproteste gab es nicht nur in Deutschland, sondern auch in Neuseeland, Bangladesh und in Bern auf dem Bahnhofplatz.ds

    WOZ, Nr. 5, 4. Februar 2010, Seite 8.

    Wenn ihr die fürs Archiv wollt, müsst ihr euch ein bisschen beeilen und zum internationalen Kiosk laufen. Morgen erscheint (zumindest in der Schweiz) schon die neue.

    Alles gute!

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