Archiv für Mai 2010

Solidarity is Easy

„Solidarity is Easy“ von Smokey Dymny

Smokey Dymny, Musiker, Gewerkschafter und Fahrradmechaniker in Quadra Island, Kanada, berichtet uns von einem Arbeitskampf in einem Kino in Toronto, bei dem uns manches bekannt vorkommt: Der Chef des Kinos Royal hat einen Vorführer rausgeworfen, doch dessen Gewerkschaftsfuktionäre der IATSE bleiben untätig. Nachdem die Kollegen hartnäckig durch Picket-Lines vor dem Kino auf das Problem aufmerksam machen, und ein autonomes Solidaritäts-Komitee gründen, schreitet schließlich doch noch die Dienstleistungsgewerkschaft ein. Smokey hat einen Song über den Konflikt in Toronto aufgenommen und uns geschrieben:
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babylon @ globale Filmfestival: Film und Workshop

Das globale Filmfestival sei generell empfohlen und insbesondere auch diese beiden Veranstaltungen im Rahmen der anstehenden globale10:

Am Do, 27.5. um 18 uhr:
Film „Babylon System – Prekäre Organisierung mit Vorführ-Effekt“ (Regie: Freundeskreis Videoclips, Deutschland 2009, 40 Min.)
Gerade im Babylon-Mitte, dem senatsgeförderten Kommunalkino mit dem »Links«-Image, kam es im letzten Jahr zu einem Aufsehen erregenden Kampf der Belegschaft gegen prekäre, außertarifliche Arbeit. Dabei stießen nicht nur Belegschaft und Kinoleitung aneinander, sondern auch verschiedene gewerkschaftliche Strategien. Der Film blickt hinter die Kulissen des Arbeitskampfes und analysiert ein Paradebeispiel für Prekarisierung im Kulturbetrieb.
Gäste: Vertreter_innen Babylon der Betriebsgruppe und des Betriebsrats, ver.di (angefragt) & weitere gewerkschaftliche Aktivist_innen

Am Mo, 31.5. um 18.30 Uhr:
Workshop „Prekäre (Film-)Kultur – Probleme und Horizonte kollektiver Organisierung”
Ausgehend vom Konflikt im Kino Babylon-Mitte nehmen wir die reale Prekarität im Kultur- und Kinobereich in den Blick. Medienaktivistische Projekte, wie die globale, sind verortet in einem zerklüfteten Feld zwischen »freien« kulturellen Projekten, geförderten oder kommerziellen Filmstrukturen und »alternativen« Kinos mit ihren unterschiedlichen Arbeits- und Lohnverhältnissen. Hier stoßen auch verschiedene gewerkschaftspolitische Strategien aufeinander, wie sich Kultur- und Filmschaffende politisch organisieren können.

Beides jeweils im Kino Moviemento, Kottbusser Damm 22, Berlin-Kreuzberg.

Don‘t get cought in a bad – Ähm… Hotel!

Nicht nur in Berlin wurde am 8. Mai auf schlechte Arbeitsbedingungen prekär Beschäftigter aufmerksam gemacht:

Der lautstarke Boykottaufruf ist eine Zusammenarbeit von gewerkschaftlichen und schwul-lesbischen AktivitInnen im Rahmen einer Kampagne für das Recht, sich gewerkschaftlich zu organisieren und für bessere Arbeitsbedingungen im Hotel und Gaststättengewerbe. Auch die Gewerkschaft der Football-Profis unterstützt die HotelarbeiterInnen und droht Hotelbetreibern mit Boykott, sollten diese ihre Teilzeit-Angestellten bei deren gewerkschaftlichen Organisierung behindern. (mehr…)

Historischer Materialismus

Es lohnt sich, immer mal wieder einen Blick auf die Seite Materialien zu werfen. Dort werden laufend interessante Dinge abgelegt, wie etwa der Videomitschnitt von der Veranstaltung „Wem gehört die Gewerkschaft?“. Passend gibt es übrigens nun auch die Kategorie Video in der Seitenleiste. Viel Spaß beim stöbern!

Kontrollierte Aggression

Gerne machen wir als Kino-Freunde auf besondere Freiluft-Projektionen aufmerksam: So empfiehlt sich für Donnerstag, den 13. Mai ein Besuch im Raum für Projektion von Graw Böckler, der bei the knot auf dem Mariannenplatz in Kreuzberg gastiert und ab 21 Uhr unter dem Titel Kontrollierte Aggression eine Retrospektive und performative Lesung Michel Klöfkorns präsentiert:

/… fluid paper von michel klöfkorn on Vimeo.

Auch schon früher am Donnerstag lohnt sich der weg nach knotland: um 19 Uhr zum urban future workshop, und schon ab 17 Uhr lädt unser Hinweisgeber Helmut Höge zum Problem-Kiez-Schnüffeln.