„Die Mehrheit entscheidet“

DGB und Arbeitgeber sind sich einig, Partei Die Linke applaudiert. Das Schauspiel, das im Babylon schon September 2009 eine Bühne fand wird nun groß aufgeführt:
Im Babylon waren sich Geschäftsführung und Verdi schnell einig: Ein Haustarif muss her, um den Arbeitskampf der FAU Berlin auszuhebeln bevor diese einen Haustarif erzwingt. Die Partei die Linke vermittelte und schaffte für den Tarif sogar das Geld heran.
Passenderweise nur wenige Tage, bevor die FAU Berlin sich gegen die senatsfinanzierte Babylon-Geschäftsführung wieder ihren Gewerkschaftsstatus erstritt, einigten sich nun auch DGB und BDA am 4. Juni 10 auf eine gemeinsame Linie gegen die sich neuerdings abzeichnende Rechtsprechung mehrere Tarifverträge in einem Betrieb zuzulassen:
In einem Betrieb mit mehreren Gewerkschaften sollte Hundt und Sommer zufolge nur der Tarifvertrag der im Betrieb mitgliedsstärksten Gewerkschaft gelten. So soll der Mitglieder- und Bedeutungsverlust der DGB-Gewerkschaften aufgehalten werden, unter dem der Gewerkschasftsapparat und offenbar auch die Arbeitgeber gleichermaßen leiden. Ein kleines Problem könnte für DGB/BDA-Allianz dabei aber noch auftauchen:
Was, wenn nicht die DGB Gewerkschaft, sondern eine kämpferische Basisgewerkschaft im Betrieb die mitgliedsstärkste ist, wie die FAU im Babylon?

Das Vorhaben kann auch pessimistischer eingeschätzt werden. (1, 2)