Am kommenden Sonntag, dem 20. Juni präsentiert Karl-Heinz Dellwo in Anwesenheit Angela Davis‘ die restaurierte Fassung der 1972er Dokumentation „Angela Davis- Portrait of a Revolutionary“ in den Hackeschen Höfen. Leider können wir, die Mitarbeiter des Babylons Angela Davis nicht bei uns begrüßen. Denn das Babylon ist für kämpferische, linke Gäste wie Davis zu einem sehr ungemütlichen Ort geworden, seit Timothy Grossman und Tobias Hackel mit allen Mitteln versuchen, die gewerkschaftliche Basisorganisierung ihrer Angestellten zu verhindern:
Mit Verfassungsschutzberichten versuchen die Geschäftsführer vor der antikapitalistischen FAU zu warnen, der eine Welt ohne Bosse und Staaten vorschwebe. Die Warnung geht nach hinten los. Mit abstrusen Vorwürfen feuern Grossman und Hackel unsere Kolleginnen und Kollegen, die sich dann mit Hilfe der FAU Abfindungen oder ihren Job erstreiten. Der Betriebsgruppe versuchen sie zu verbieten, klarzustellen, daß bezahlter Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall im Babylon Fremdwörter waren – damit scheiterten Grossman und Hackel ebenso wie mit dem Versuch, der FAU zu verbieten sich als das zu bezeichnen, was sie ist: eine Gewerkschaft. Gewerkschafter und Betriebsratsangehörige klagen von Kündigungsversuchen, innerhalb eines Jahres wurde die Belegschaft fast halbiert. Das Babylon hat unter seiner derzeitigen Geschäftsführung seinen Status als „linkes Kino“ eingebüßt.
Der Film, der derzeit nicht im Babylon gezeigt werden kann, ist in der im Aufbau befindlichen „Bibliothek des Widerstands“ erschienen. Hätte Karl-Heinz Dellwo, der die Bibliothek aufbaut, seine Präsentation im Babylon veranstaltet, hätten sich die Besucherinnen und Besucher auf aufgeregte Dispute mit einem erregten Chef „freuen“ können: Angela Davis ist nicht dafür bekannt sich den Mund verbieten zu lassen, und Timothy Grossman ist berüchtigt für seine verherenden Bemühungen der „Schadensbegrenzung“, die anlaufen, sollte sich auf „seiner“ Bühne kritisch über Grossmans „Klassenkampf von oben“ geäußert werden. Billy Bragg kann davon ein Lied singen.
1 Antwort auf “You are welcome in this House *”