Kino 2, 20:30 Uhr: Unfälle & Zwischenfälle

Das LAGetSi, Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit, auch bekannt als Gewerbeaufsicht, warnt vor verstärkten Kontrollen von Fluchtwegen in Berliner Betrieben. Sehr interessant könnten diese Kontrollen im Babylon werden, wo Mitarbeiter und Kunden hin und wieder über die Überfüllung der kleinen Kinosäle 2 (Studio) und 3 klagen. Während Festivals wie ALFILM und Interfilm werden die Besucher gern auch auf Treppen und Fluchtwege gesetzt. Auf einer der letzten Betriebsversammlung im Babylon weigerte sich Timothy Grossman (einer der derzeitigen Betreiber des Babylons) auf die Frage zu antworten, ob in Zukunft von den Kassenkräften darauf verzichtet werden darf, mehr Karten zu verkaufen als Plätze im Saal sind.
Die Verantwortung sollen also die Beschäftigten tragen, die nie vor Zeugen, geschweige denn auf Betriebsversammlungen angewiesen werden, die Kinos zu überfüllen. Stolpert ein Gast über einen Klappstuhl im Notausgang, wird es der Geschäftsführung ein Leichtes sein, die Schuld samt Schadensersatzforderungen auf das „eigenmächtige“ Personal zu schieben.

Die Gewerbeaufsicht ist unter 9025450 zu erreichen. Auch von den Telefonen an den Kinokassen. Seit diesem Sommer droht für verstellte Fluchtwege und andere Verstöße gegen die Arbeitsstättenverordnung eine Buße von 5000 Euro.


2 Antworten auf “Kino 2, 20:30 Uhr: Unfälle & Zwischenfälle”


  1. 1 f.s. 25. November 2010 um 14:27 Uhr

    Was soll dieser Beitrag? Ich als ehemals im Babylon Arbeitender (und Gefeuerter) weiß am besten um die Arbeitsbedingungen dort. Aber dieser ehemals informative Blog hier befasst sich wohl nur noch mit Häme und Verächtlichmachung und obiger Beitrag grenzt leider schon an billige Denunziation bzw. Aufforderung zu selbiger. Wieso ruft der Autor nicht selbst die angegebene Nummer an? Und warum wird das Problem (dass ich nur zu gut kenne) nicht anders gelöst als durch Ätsche Bätsche Petzen im Internet? Natürlich anonym.
    Stärke besteht auch darin, zuzugegeben, dass man einen Arbeitskampf mehr oder weniger verloren hat, anstatt jetzt permanent beleidigte Petze zu spielen. Ich sehe Grossman förmlich vor mir, wie er sich die Hände reibt angesichts solcher primitiven Versuche, nachzutreten.
    Is echt widerlich.

  2. 2 Mike 26. November 2010 um 18:07 Uhr

    Beschäftigte und Kunden klagen über Überfüllung und versperrte Fluchtwege. Die Geschäftsleitung ignoriert die Beschwerden: auf Kosten der Sicherheit und zugunsten der Einnahmen. Hier wird das veröffentlicht und auf mögliche Beschwerden beim Aufsichtsamt hingewiesen.
    Dann kommentiert f.s., angeblich gefeuerter Babylon-Kollege, die Veröffentlichung sei widerliche, hämische, verächtliche Denunziation, über die sich die Geschäftsführung (warum auch immer) freue. Sehr energisch und wenig nachvollziehbar, f.s.!

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