Endlich gute Nachrichten!

Endlich mal gute Nachrichten auch für Timothy Grossman und Tobias Hackel, die Geschäftsführer des Babylon Mitte. Kündigungen können auch mit einem Verdacht begründet werden. Zum Beispiel mit dem Verdacht 1,30 Euro veruntreut zu haben. Für die Geschäftsführung des Babylon Mitte ergeben sich durch diese barbarisch asoziale Rechtsprechung völlig neue Perspektiven. Bisher feuern Grossmann und Hackel gern und häufig, aber irgendwie klappts bei aller Anstrengung bisher nicht so recht mit der problemlosen Mitarbeiterentsorgung.
Aber mit der Verdachtskündigung liesse sich die Kündigungsbilanz des Babylon deutlich verbessern: wie wärs mit dem Verdacht auf aufgedrehten Heizkörper, wo sich die Finger doch auch an der Kaffeemaschine wärmen lassen, oder dem Verdacht auf nur vorgespielte Freude an der Arbeit, die gar nicht von Herzen kommt?
Es lässt sich kein Kündigungsgrund ausdenken, der die realen Begründungsversuche der Babylon Mitte Geschäftsführung an Albernheit übertreffen könnte: Verbesserungsvorschläge für die Arbeitsbedingungen etwa, oder, ganz aktuell, „körperliche Unfähigkeit“ die sich daran festmachen lassen könnte, dass ein Mitarbeiter während seiner Schicht am Abend vor attestierter Krankheit auf seine aufziehende Krankheit hinwies.
Was übrigens alle genannten Fälle verbindet ist das Engagement der Betroffenen für bessere Arbeitsbedingungen gegen den Widerstand der Geschäftsführung.