Tag-Archiv für 'betriebsrat'

Im Spruchwege zustande gekommen: Die 10.000 Euro Vereinbarung

Eigentlich sollte man denken, daß die Dienstplanerstellung in einem kleinen prekären Kulturbetrieb kein großes Problem sein sollte. Alle reichen ihre Wünsche ein, der Dienstplan wird erstellt. Und wenn jemand doch nicht kann, weil er z.B. noch ein Studium oder einen bis drei andere prekäre Jobs hat, wird einfach getauscht. Bezahlten Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt es nur für Festangestellte und die oft unverhältnismäßig wasserköpfige Teppichetage – was die Dienstplanung erleichtert. Will man jemanden loswerden, wird er wenig bis gar nicht eingeteilt.
So ähnlich war es auch im Babylon, bis die Beschäftigten sich gewerkschaftlich organisierten, zuvor noch einen Betriebsrat gründeten, und im Laufe der Zeit auch dessen Instrumente kennen lernten: (mehr…)

Betriebsräte im Berliner Kino Babylon Mitte von „kalter Kündigung“ bedroht

Wir dokumentieren eine Pressemitteilung der Babylon Betriebsgruppe der Freien ArbeiterInnen-Union Berlin vom 4. März 2010:

Nachdem die Babylon-Geschäftsführer Hackel und Grossman im Januar damit scheiterten, ihrer Belegschaft im Zuge der Umsetzung eines Tarifvertrags deutlich verschlechterte Arbeitsverträge aufzudrängen, konzentrieren sie sich nun offenbar darauf, gegen den Betriebsrat vorzugehen: (mehr…)

20.000 Euro Schaden

Achim Noack umreißt zum Jubiläum dieses Blogs und der ersten Pressemitteilung des Babylon-Betriebsrats dessen derzeitige Situation in einem Indymedia-Artikel:
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Sozialgedöns von gestern

Glückwunsch, unbekannter Bauhaus Marktleiter. „Betriebsratsverseucht“, ein diffamierend gemeintes Attribut für Mitarbeiter aus einem Betrieb mit Arbeitnehmervertretung wurde zum Unwort des Jahres gekürt. Gefunden hat es Monitor.
Die im Beitrag beschriebenen „Zwangspausen“ werden Babylon Mitarbeitern bekannt vorkommen. Vor einiger Zeit wurde hier eine ähnliche Regelung für Film-Vorführer etabliert. Wer arbeitsbedingt keine Möglichkeit hat, seine Pausen zu nehmen, dem werden sie demnach, kann er seinen Stress nicht ausreichend belegen, trotzdem abgezogen. Argumentativ untermauert wurde die Regelung seinerzeit mit der Reduktion von Lohnkosten.

Tarifvertrag in Frage gestellt

Pressemitteilung des Betriebsrat des Babylon Mitte

Nur Tage nach der Verkündung des Verdi-Dumping-Tarifs fürs Babylon durch die Geschäftsführung muss der Vertrag schon wieder in Frage gestellt werden:

Bei der Informationsveranstaltung der FAU Berlin am Freitag Abend zum Verbot sich weiterhin als Gewerkschaft oder Basisgewerkschaft zu bezeichnen, berichtete der Betriebsratsvorsitzende Matthias Schulz von den neuesten Entwicklungen im Babylon, dessen Geschäftsführer Tobias Hackel und Timothy Grossman das Verbot angestrengt hatten: (mehr…)