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Kino 2, 20:30 Uhr: Unfälle & Zwischenfälle

Das LAGetSi, Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit, auch bekannt als Gewerbeaufsicht, warnt vor verstärkten Kontrollen von Fluchtwegen in Berliner Betrieben. Sehr interessant könnten diese Kontrollen im Babylon werden, wo Mitarbeiter und Kunden hin und wieder über die Überfüllung der kleinen Kinosäle 2 (Studio) und 3 klagen. Während Festivals wie ALFILM und Interfilm werden die Besucher gern auch auf Treppen und Fluchtwege gesetzt. Auf einer der letzten Betriebsversammlung im Babylon weigerte sich Timothy Grossman (einer der derzeitigen Betreiber des Babylons) auf die Frage zu antworten, ob in Zukunft von den Kassenkräften darauf verzichtet werden darf, mehr Karten zu verkaufen als Plätze im Saal sind.
Die Verantwortung sollen also die Beschäftigten tragen, die nie vor Zeugen, geschweige denn auf Betriebsversammlungen angewiesen werden, die Kinos zu überfüllen. Stolpert ein Gast über einen Klappstuhl im Notausgang, wird es der Geschäftsführung ein Leichtes sein, die Schuld samt Schadensersatzforderungen auf das „eigenmächtige“ Personal zu schieben.

Die Gewerbeaufsicht ist unter 9025450 zu erreichen. Auch von den Telefonen an den Kinokassen. Seit diesem Sommer droht für verstellte Fluchtwege und andere Verstöße gegen die Arbeitsstättenverordnung eine Buße von 5000 Euro.

Vor Strolchen wird gewarnt

Das überdimensionale schreitende Rad vor der Berliner Volksbühne und dem Babylon ist einem „Gaunerzinken“ nachempfunden, der vor Halunken, Strolchen und Betrügern warnen soll. „Nehmt die Beine in die Hand!“ scheint er allen Gästen und Partnern der Betreiber des Babylons zuzurufen, die Grossman und Hackel beim Wort nehmen und kommen um Metropolis zu sehen.

Wer auch immer meint, einen Grund zu haben das Gebaren von Timothy Grossman und Tobias Hackel, den derzeitigen Geschäftsführern des Berliner Kinos Babylon Mitte, zu missbilligen (und das sind neben den Programmkinos und den kommunalen Kinos nicht wenige), mag sich gestern Abend ins Fäustchen gelacht haben. Die Gäste am Rosa Luxemburg-Platz mögen sich eher am Kopf gekratzt haben.
Noch wenige Stunden vor der Eröffnung des Stummfilm Festivals „Berlin-Babylon“ wurde unter anderem beim Medienpartner Radio EINS die Aufführung von Metropolis am gleichen Abend aufwändig im Rahmen eines „redaktionellen Beitrages“ beworben. Kaum einem Radiohörer sind wohl die Ungereimtheiten im Interview aufgefallen, das den Eindruck erweckte, in wenigen Stunden würde Fritz Langs „Metropolis“ gratis und open air auf dem Rosa Luxemburg Platz vor Volksbühne und Babylon aufgeführt, und von einem kreativen und namhaften französischen DJ vertont werden. (mehr…)