Tag-Archiv für 'köhn'

Nachschlag?

Nur drei Tage nach der öffentlichen Kritik des Betriebsrats am Bruch des Haustarifs durch Andreas Köhn (Verdi) und Grossman / Hackel (Babylon Gmbh) durch versäumte Nachverhandlung verkündet Köhn einen „weiteren Schritt zur Angleichung an den Flächentarifvertrag“. Im Vergleich zum Flächentarifvertrag sind die angekündigten Verbesserungen der Nachtzuschlagregelung Peanuts. Solange der Vetrag nicht eingesehen wurde, sollten wir uns aber auch über diese minimale Verbesserung nicht zu früh freuen. Eine Information an Verdi-Mitglieder oder gar Beschäftigte blieb bisher aus, aber wenn man lange genug sucht, ist folgendes schon mal bei Verdi auszugraben: (mehr…)

Tariflüge

Pressemitteilung Betriebsrat Babylon Berlin Mitte
28. März 2010

Ein Jahr Haustarif im Babylon:

Weder Geschäftsführung noch Ver.di halten sich an den abgeschlossenen Tarifvertrag

Im Dezember 2009 schlossen Ver.di in Person von Andreas Köhn und Babylon-Geschäftsführer Timothy Grossman einen Tarifvertrag für das Berliner Traditionskino am Rosa-Luxemburg-Platz ab, der rot-rote Senat stellte für tarifliche Lohnerhöhung 30.000 Euro zur Verfügung.

Doch ohne Druckmittel und mangels einer Basis im Betrieb musste Ver.di eine stark abgespeckte Variante des Flächentarifvertrages unterschreiben. So wurden die Vergütungstabellen und beispielsweise die Anerkennung von Berufserfahrung vorerst ausgesetzt. Der Arbeitskampf, den Beschäftigte mit der Basisgewerkschaft FAU Berlin Monate zuvor begonnen hatten, sollte von Ver.di und Geschäftsleitung offenbar schnell befriedet werden. (mehr…)

Dumping-Tarif im Babylon

Pressemitteilung des Babylon-Betriebsrats:

Am 16. 12. 09 hat Ver.di mit den Geschäftsführern des Kinos Babylon Mitte Timothy Grossman und Tobias Hackel einen Haustarifvertrag abgeschlossen, der in vielen Fällen um gut 30% unter der Vergütungstabelle des entsprechenden Verdi-Bundestarifvertrages liegt, oft fällt der Verzicht aber weit deutlicher aus:
(mehr…)

Fear, Uncertainty and Doubt

Bereits gestern erschien im ND ein lesenswerter Artikel zum Arbeitskampf im Babylon. Bedauernswert ist, dass ver.di-Chefunterhändler Andreas Köhn mit seiner FUD-Strategie – sprich einer gezielten, aber dennoch subtilen Desinformationspolitik – durchaus Erfolg zu haben scheint:

Weitere Versuche [einer Zusammenarbeit von FAU und ver.di] scheiterten nach Aussage von Köhn daran, dass sich »die FAU nicht an Absprachen gehalten hat.« Müßig herauszufinden, wer was wann gesagt oder unterlassen hat.

Leider entsteht so ein Bild, wonach die einen dieses und die anderen jenes behaupten würden. Beim Außenstehenden bleibt so hängen, dass die Wahrheit wohl irgendwo in der Mitte liegen wird. Nur: Die Vorwürfe der FAU und deren Betriebsgruppe sind deutlich und konkret, die Forderungen der Belegschaft und der ver.di-Betriebsgruppe sind es auch. Es wäre interessant zu erfahren, auf welche nicht eingehaltenen Absprachen der FAU sich Herr Köhn bezieht, um sich über das einstimmige Votum der Betriebsversammlung (letzter Absatz) hinwegzusetzen?!

Erneuter Offener Brief der FAU Berlin an ver.di

Liebe ver.di, sehr geehrter Andreas Köhn,

wir möchten hiermit nochmals ausdrücklich Ihr Vorgehen im Berliner Kino Babylon Mitte zum Thema machen. Es stehen unseres Erachtens immer noch offene Fragen im Raum, die solange diese nicht geklärt sind, Ihr Einschreiten äußerst fragwürdig erscheinen lassen. Neben diesen Unklarheiten haben sich zudem in Ihrem Vorgehen Verhaltensweisen gezeigt, bei denen keinerlei Zweifel bestehen und die wir hiermit ausdrücklich verurteilen wollen.

Wir hatten länger gewartet, all diese Dinge auf den Tisch zu bringen, da wir im Interesse der Belegschaft zu einer gemeinsamen Lösung kommen wollten. Ihre tatenlose Diplomatie der Lippenbekenntnisse, Ihr Verhandlungsalleingang, Ihre schalen Verhandlungsinhalte und die ständige Ausklammerung des Belegschaftswillens haben dazu geführt, dass wir auf Distanz zu Ihnen gehen mussten. Da sie zuletzt auch zunehmend auf Anfragen von Außen und öffentlich Unwahrheiten zu verbreiten versuchten, sehen wir uns gezwungen, hier und jetzt Klartext zu sprechen. Sie und andere mögen das als schroff empfinden; wir aber denken, dieser Ton ist angemessen: an dem, was geschah und geschieht ist nichts akzeptabel. Jede/r Beteiligte wird das nachvollziehen können.
(mehr…)