Tag-Archiv für 'kino-babylon'

Betriebsräte im Berliner Kino Babylon Mitte von „kalter Kündigung“ bedroht

Wir dokumentieren eine Pressemitteilung der Babylon Betriebsgruppe der Freien ArbeiterInnen-Union Berlin vom 4. März 2010:

Nachdem die Babylon-Geschäftsführer Hackel und Grossman im Januar damit scheiterten, ihrer Belegschaft im Zuge der Umsetzung eines Tarifvertrags deutlich verschlechterte Arbeitsverträge aufzudrängen, konzentrieren sie sich nun offenbar darauf, gegen den Betriebsrat vorzugehen: (mehr…)

Babylon Mitte beantragt Ordnungsgeld oder Haftstrafen gegen FAU Berlin

Die Geschäftsführung des halbkommunalen Kinos Babylon Mitte beantragte am 12. Januar beim Landgericht Berlin „ein empfindliches Ordnungsgeld in angemessener Höhe [oder] Ordnungshaft, zu vollstrecken an den … Sekretären“ der FAU Berlin. Der FAU Berlin wurden bereits im letzten Jahr zunächst Arbeitskampfmaßnahmen gerichtlich untersagt und schließlich das Recht abgesprochen, sich als „Gewerkschaft“ oder „Basisgewerkschaft“ zu bezeichnen. Nach Ansicht der Klägerin habe die FAU Berlin gegen diese Unterlassung verstoßen. Es drohen ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro oder ersatzweise Haft bis zu sechs Monaten. Mehr dazu in der Pressemitteilung der FAU Berlin…

Dumping-Tarif im Babylon

Pressemitteilung des Babylon-Betriebsrats:

Am 16. 12. 09 hat Ver.di mit den Geschäftsführern des Kinos Babylon Mitte Timothy Grossman und Tobias Hackel einen Haustarifvertrag abgeschlossen, der in vielen Fällen um gut 30% unter der Vergütungstabelle des entsprechenden Verdi-Bundestarifvertrages liegt, oft fällt der Verzicht aber weit deutlicher aus:
(mehr…)

Chronologie zum Konflikt im Kino Babylon

Der Arbeitskampf im Kino Babylon in Stichpunkten: Hier klicken!

Fear, Uncertainty and Doubt

Bereits gestern erschien im ND ein lesenswerter Artikel zum Arbeitskampf im Babylon. Bedauernswert ist, dass ver.di-Chefunterhändler Andreas Köhn mit seiner FUD-Strategie – sprich einer gezielten, aber dennoch subtilen Desinformationspolitik – durchaus Erfolg zu haben scheint:

Weitere Versuche [einer Zusammenarbeit von FAU und ver.di] scheiterten nach Aussage von Köhn daran, dass sich »die FAU nicht an Absprachen gehalten hat.« Müßig herauszufinden, wer was wann gesagt oder unterlassen hat.

Leider entsteht so ein Bild, wonach die einen dieses und die anderen jenes behaupten würden. Beim Außenstehenden bleibt so hängen, dass die Wahrheit wohl irgendwo in der Mitte liegen wird. Nur: Die Vorwürfe der FAU und deren Betriebsgruppe sind deutlich und konkret, die Forderungen der Belegschaft und der ver.di-Betriebsgruppe sind es auch. Es wäre interessant zu erfahren, auf welche nicht eingehaltenen Absprachen der FAU sich Herr Köhn bezieht, um sich über das einstimmige Votum der Betriebsversammlung (letzter Absatz) hinwegzusetzen?!