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Gegen Gewerkschaftsverbot: Freitag Info-Veranstaltung und Samstag Demo

Sonderseite zum Gewerkschaftsverbot
Fau Berlin: Verboten Kämpferisch! Gewerkschaftsfreiheit verteidigen!
Info-Veranstaltung Fr, 18.12. 19 Uhr | Demo Sa, 19.12. 16 Uhr
Details auf der Sonderseite zum Gewerkschaftsverbot.

Kleine Rundschau

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Hausverbot für alle? Neuer Eklat im Babylon.

kinoräumung

Sind FAU-Gewerkschafter schlimmer als Nazis? Babylon-Geschäftsführer lässt FAU-GewerkschafterInnen und SympathisantInnen aus Kino entfernen.
Timothy Grossman, Geschäftsführer des Kinos Babylon Mitte, lässt keine Gelegenheit aus, sich die Blöße zu geben. Am Mittwoch, den 29. Juli 2009, waren ca. 20 FAU-GewerkschafterInnen und Mitglieder der Anarchosyndikalistischen Jugend (ASJ) einer öffentlichen Einladung des Italienischen Kulturinstituts zu einer Gratis-Filmpremiere gefolgt. Kaum angekommen, wurden einzelne Leute von Grossman persönlich des Hauses verwiesen – wohlgemerkt ohne Begründung. Schließlich meinte er gar: „ihr alle müsst das Haus verlassen“. Wer mit „alle“ gemeint war (etwa das ganze Publikum? Kann uns nur recht sein!), wollte er auf Nachfrage nicht erläutern. Während explizit angesprochene Personen dann tatsächlich dem Verweis folgten, blieben zahlreiche Leute, die sich von den diffusen Verweisformulierungen nicht angesprochen fühlten, im Kinosaal und machten es sich auf Einladung der Veranstalter und Besucher bequem.
Was folgte, war, dass Grossman die Polizei rufen ließ, die schließlich vor dem versammelten Kinopublikum die unliebsamen Leute entfernen ließ und deren Personalien erfasste. Das Publikum solidarisierte sich hingegen und wies Grossman darauf hin, dass die FAU-Gewerkschafter die Veranstaltung nicht gestört hätten. Auch die Veranstalter luden die Gewerkschafter erneut ein, der Veranstaltung beizuwohnen. Den Hinweis von Seiten der Gäste, dass sein Verhalten dem Kino eher schaden würde, würgte Grossman ab und sprach aufgebrachten Gästen ab, sich überhaupt äußern zu dürfen. Er sei hingegen Opfer einer bösen Verschwörung. Der Maggy Thatcher vom Luxemburg-Platz macht, um die Sache abzurunden, seinem Ruf alle Ehre und erstattete gegen acht Leute Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruchs – eine rechtlich unhaltbare Angelegenheit, können dutzende Leute doch bezeugen, dass diese Personen niemals einen Verweis erhalten hatten. Zudem lässt die FAU Berlin prüfen, ob Timothy Grossman zu diesem Zeitpunkt auch tatsächlich das Hausrecht inne hatte, schließlich war das Babylon Mitte zu diesem Zeitpunkt vom Italienischen Kulturinstitut gemietet. Diese Veranstalter luden ja vor Ort sogar die Aktivisten explizit ein, sich den Film mit ihnen anzuschauen.
Timothy Grossman macht sich als Geschäftsführer mehr und mehr unhaltbar, wie die folgenden Abläufe wieder einmal beweisen. Denn zahlreiche BesucherInnen zeigten sich empört über die Polizeiaktion. Tumultartige Szene waren die Folge, bei denen sich Grossman vor dem versammelten Publikum zu rechtfertigen versuchte und dabei kritische Stimmen sogar verbal angriff, so z.B. auch aus den Reihen der Veranstalter, die darauf hinwiesen, dass der folgende Film („Un giorno e un altro ancorna“) durchaus Sympathie mit kämpfenden ArbeiterInnen wie die des Babylon Mitte ausdrücke. Mehrere Zuschauer verließen schließlich das Babylon Mitte ob des Verhaltens von Grossman.
Das einzige Vergehen, das sich die GewerkschafterInnen und AktivistInnen anscheinend haben zuschulden kommen lassen haben, war, dass sie T-Shirts trugen, auf denen die Solidarität mit der kämpferischen Babylon-Belegschaft zum Ausdruck gebracht wurde. Das verdient einiges Interesse. Denn am Tag zuvor waren anlässlich der Premiere eines Hertha-Fanfilms zahlreiche Personen im Babylon Mitte zugegen, die an ihren T-Shirts eindeutig als Nazis zu erkennen waren. Es ist nichts davon bekannt, dass diese Art von Gästen ein Hausverbot erhalten hätten.
Offensichtlich sägt Timothy Grossman immer weiter an dem Ast, auf dem er sitzt.

Quelle: Indymedia
Lizenz: creative commons Attribution-Share Alike

Schaum vorm Mund

Die Nerven der Babylon-Leitung scheinen allmählich blank zu liegen. Als zum Start des Freiluftkinos in Charlottenburg, das ebenso von den Herren Grossman und Hackel betrieben wird, eine stattliche Anzahl FAU-GewerkschafterInnen das Publikum über den Babylon-Arbeitskampf informieren wollte, platzte Timothy Grossman die Hutschnur. Der Maggy Thatcher vom Luxemburg-Platz bemühte sich höchstpersönlich, den Vorplatz des Schlosses von renitenten GewerkschafterInnen zu säubern und hetzte das Sicherheitspersonal auf diese los. Als dies nicht effektiv genug war, kontaktierte er die Polizei und war mit den Worten zu vernehmen: „Die lachen mich aus“. Das tat die Polizei anscheinend auch, ließ sie sich doch dennoch nicht blicken. Zeit für Grossman, die Sache selbst in die Hand zu nehmen! Eigenhändig stürmte er auf die GewerkschafterInnen los und riss ihnen die Flugblätter aus der Hand (ob dies schon als Diebstahl zu werten ist?), in einer Art und Weise, die an Handgreiflichkeit grenzte. Dem nicht genug, ging Grossman auch auf eine zahlende Kundin los, die trotz seiner Vertreibungsaktion auf einem Flugblatt bestand. Als er ihr dieses mit Schaum vor dem Mund aus der Hand riss, fühlte sie sich sichtlich angegriffen. „Don´t touch me!“ schallte es laut über den Vorplatz. Sie und ihre BegleiterInnen blieben schließlich dem Kino fern, so wie auch andere Besuchergruppen.
Interessant: Ungefähr zur selben Zeit leistete sich Theaterleiter Jens Mikat einen Aussetzer, als er vor dem Babylon Mitte einen FAU-Gewerkschafter am Arm packte und wegzuschieben versuchte.
Die FAU Berlin setzt ihre tägliche Präsenz vor den Einrichtungen Grossmans und Hackels fort, so dass es immer wieder Anlässe für kleine Ausraster ihrerseits geben wird. Mal sehen wie lange sich z.B. deren Medienpartner wie Radio Eins es sich leisten können, damit in Verbindung gebracht zu werden. Kein schönes Bild!

Solidaritäts-Erklärung

Auf einer Extra-Seite des Blogs findet ihr nun die Möglichkeit, eine Solidaritätserklärung zu unterschreiben. Des weiteren rufen wir nach wie vor dazu auf, sich bei den Geschäftsführern Timothy Grossman und Tobias Hackel, sowie dem Theaterleiter Jens Mikat, der die Entlassung gegen den Vorführer und Gewerkschafter Benoit Robin forciert hat, über dieses Vorgehen zu beschweren.

Hier die Kontaktdaten:

Kino Babylon Mitte
Neue Babylon Berlin GmbH
Geschäftsführung
Timothy Grossman / Tobias Hackel
Rosa-Luxemburg-Str. 30
10178 Berlin

tgrossman@kinoundkonzerte.de
hackel@babylonberlin.de
mikat@babylonberlin.de

Fax: 030-24 727 800
Tel: 030-24 727 804